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Malteser Ravensburg

SCHWAEBISCHE Zeitung Bad Wurzach: Heilig-Blut-Ritt: Helfer hoch zu Ross

Reiterstaffel der Malteser Kißlegg ist beim Heilig-Blut-Ritt im Ernstfall schnell vor Ort.

01.07.2017
Elke Schneider, Einsatzleiterin der Rettungspferdestaffel Kißlegg (rechts) und Notarzt Thomas Höll sind mit ihren Pferden Puschel und Luna sowie weiteren ehrenamtlichen Helfern zu Pferd, am Blutfreitag, 14. Juli bestens für einen Notfall gerüstet. (Foto: Gisela Sgier )

Bad Wurzach/Kisslegg gs. Wenn viele Menschen an einem Ort aufeinandertreffen, kann es im Notfall für einen Rettungswagen schwierig werden, durch die Massen und zum Verunglückten zu gelangen. Aus diesem Grund beteiligt sich die Sanitätsreiterstaffel der Malteser Kißlegg am Heiligen-Blut-Ritt am Freitag, 14. Juli in Bad Wurzach mit mehreren Rettungspferden sowie ausgebildeten Sanitätern und unterstützt so die Einsatzkräfte vor Ort, um im Ernstfall schnell Erste Hilfe leisten zu können.

„Wir können bei einem Notfall in der Regel schneller reagieren als der Rettungseinsatzwagen“, erklärte Notarzt Thomas Höll, der gleichzeitig Mitglied beim Malteser Hilfsdienst in Kißlegg ist. Des Weiteren habe die Gruppe den Vorteil, dass die Leute meist ziemlichen Respekt vor den Pferden hätten und somit schnell Platz machen würden.  „Wir können somit ganz oft die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes oder der Johannitern ergänzen“, sagte Höll.    Die Pferde seien so ausgebildet, dass diese sofort stehen bleiben würden, wenn ein Rettungswagen mit Notfallhorn ankäme.

Mit Funk ausgestattet

Ausgestattet seien die Helfer hoch zu Ross mit allem, was an einem Unfallort benötigt wird. „In schweren Fällen kann ich sogar sofort eine Narkose einleiten, wenn ein Patient starke Schmerzen hat“, so Höll. Des Weiteren seien die Helfer hoch zu Ross mit Funk ausgestattet, um sofort alarmiert werden zu können. „Wir haben dieselben Rechte wie ein Einsatzwagen“, erklärte der Notarzt.

Gegründet wurde die Staffel 2013 von der Sanitätsreiterstaffel des Malteser Hilfsdienst Ravensburg/Weingarten. Seit 2014 kann der berittene Sanitätsdienst angefordert werden und leistet Sanitätsdienste bei verschiedenen großen Veranstaltungen. Insbesondere wenn es um Anlässe geht, an der eine Masse von Menschen anwesend ist. Die Gruppe, bestehend aus zehn aktiven Mitliedern, samt Pferden, aus der der Region, gehört seit kurzer Zeit dem Malteser Hilfsdienst aus Kißlegg an.

Regelmäßiges Training

Um als Helfer zu Pferd unterwegs sein zu dürfen, benötige es laut Elke Schneider, Leiterin der Kißlegger Sanitätsreiterstaffel eine Sanitätsausbildung sowie ein eigenes Pferd. Ebenso gelte die Bereitschaft zum regelmäßigen Training mit den Vierbeinern als Voraussetzung. Üben könne die Gruppe aus rein logistischen Gründen, gemeinsam nur einmal monatlich.

Jeder Pferdhalter würde jedoch ständig trainieren und regelmäßige Auffrischungskurse für ehrenamtlichen Helfer absolvieren.

„Schließt eine Lücke“

„Die Malteser Reiterstaffel schließt mit ihrer Teilnahme an unserem Heilig-Blut-Fest eine Lücke in unserem Sicherheitskonzept. Und das vor allem außerhalb des Stadtgebietes“, erklärte Bürgermeister Roland Bürkle. Auch das DRK würde sich über eine Teilnahme der Maltester freuen, allein schon wegen der Sicherheit. „Die können halt im Ernstfall schnell helfen“, so Bürkle.

Weitere Informationen

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